„Eine Wiederherstellung Deutschlands ist erst möglich, wenn der Hegemon der BRD wegbricht“

Hans-Dietrich Sander

Die Deutschen hatten 1945 einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Sie ver-pfändeten ihre Seele für den Wohlstand. Es klappte vorzüglich, weil die höl-lische Zauberey ihnen das Auerbachsche Verlies als eine freie Wildbahn vor-gaukelte.

Im Gespräch mit Dr. Hans-Dietrich Sander Sehr geehrter Herr Dr. Sander,

DS: Sie haben vor fast 15 Jahren in der von Ihnen herausgegebenen Zeit-schrift „Staatsbriefe“ einen vielbeachteten Leitartikel „Wir fahren in die Höl-le mit Pauken und Trompeten“ geschrieben,

in dem Sie der „erweiterten Bundesrepublik“ eine „politische Höllenfahrt“ prognostizierten.

Würden Sie Ihren apokalyptischen Ausblick auch heute noch aufrechterhal-ten?

Sander: Dieser Artikel erschien im Januarheft 1993. Alles, was seitdem pas-sierte, hat meine Analysen nur bestätigt. Es ist alles noch schlimmer gewor-den. Die Leser, die meinen Ausblick zu pessimistisch fanden, sind heute pes-simistischer gestimmt als ich.

Sie haben meinen „Trost der Höllenfahrt“, mit dem ich den Jahrgang 1993 beendete, nicht durchdacht, deren beschreibende Absätze mit dem Kehrreim schlossen:

„Es ist gut, wenn das zu Ende geht.“

Ich habe in dem Untergang immer nur die Voraussetzung für einen neuen Anfang gesehen. Im Laufe der Jahre hielt ich die BRD genauso wenig refor-mierbar wie die DDR.

DS: Wieso brechen sich die Niedergangsprozesse in der Bundesrepublik so unaufhaltsam Bahn?

Sander: Es sind alle Fehlentwicklungen rechtzeitig artikuliert worden. Sie konnten indessen nie behoben werden, weil die BRD zur Tilgung Deutsch-lands als Subjekt der Geschichte politisch, wirtschaftlich, sozial und geistig eingebunden wurde.

Um diesen Zweck zu erreichen, wurde mit den Mitteln des Totschweigens und der Ausgrenzung jede mobili-

sierende Diskussion unterbunden und mit den Mitteln der Zerschlagung und Unterwanderung jede funktio-nierende Opposition verhindert.

Ich erinnere mich noch heute an die TV-Diskussion am Wahlabend, der die Grünen ins Parlament katapultie-rte.

Franz Josef Strauß und Helmut Kohl machten Mienen, als wollten sie den Un-erwünschten die Köpfe abbeißen

Bild: Die BRD – ein Konstrukt zur Tilgung Deutschlands

– was nur ein Zeichen für ihre mangelnde Souveränität war, denn auslän-dische Dienste hatten schon längst begonnen, die rumorende Partei auf Vor-dermann zu bringen.

Diese Prozesse wären nicht so glatt verlaufen, wenn nach 1945 nicht allzu viele Deutsche ihre Karriere über alles gestellt hätten.

DS: Sie haben in Ihrer jahrzehntelangen publizistischen Arbeit immer die Möglichkeiten für einen Wiederaufstieg Deutschlands untersucht.

Ihr vielleicht bekanntestes Buch trägt ja auch den Titel „Der nationale Impe-rativ – Ideengänge und Werkstücke zur Wiederherstellung Deutschlands“.

Wie könnte es denn zu einer Wiederherstellung Deutsch-lands kommen?

Sander: Eine Wiederherstellung Deutschlands ist erst dann möglich, wenn der Hegemon der BRD wegbricht.

Wie die DDR implodierte, als die Sowjetunion nicht mehr eingreifen konnte, wird auch die BRD untergehen, wenn die USA nicht mehr handlungsfähig sind.

Das dürfte in absehbarer Zeit der Fall werden, aber die Aufgabe, Deutschland wiederzuerrichten, ist eine Sache von Generationen.

„Deutschland ist ein besetztes Land, und das wird es bleiben. – Germany is an occupied country and it will stay that way …“ Barack Obama

Obama am 19. Juni 2013 im deutschen Ramstein vor US-Besatzern

Ich denke da an Russland, wo das Chaos, das der Kommunismus hinterlassen hat,

nur geheimdienstlich gebändigt werden kann – woraus noch keine neue Ordnung erwächst.

Der wesentliche Grund solcher langer Übergangsperioden ist die Blockade des Kreislaufs der Eliten in totalitären Gebilden.

Es ist dann in der Stunde Null keine politische Kraft da, die wie der Phönix aus der Asche agiert.

Bild: Flagge Deutsches Kaiserreich

Ein zweiter gravierender Grund liegt darin, dass der Nomenklaturcharakter, den die Ideologien der politischen Terminologie aufprägen,

so wenig durchschaut wird, dass er nach dem Ende im Leerlauf noch lange die Begriffe verwirrt.

„Die Mehrheit der gewöhnlichen Bevölkerung versteht nicht was wirklich geschieht.

Und sie versteht noch nicht einmal, dass sie es nicht versteht.“ Noam Chomsky

Es kann erst dann ein neuer Anfang gemacht werden, wenn immer mehr Menschen begreifen, was wirklich passiert und was für einen neuen Anfang notwendig ist.

Es gibt immer objektive Ansätze. Wenn es aber an den subjektiven Kräften fehlt, nützt die genialste Idee nichts.

Das musste selbst der vor Macht strotzende Stalin am Ende seines Lebens er-fahren, als er forderte, die führende Rolle der Partei durch die führende Rol-le des Staates zu ersetzen.

DS: Auf der von Ihnen betriebenen Internetseite www.staatsbriefe.de wird momentan eine spannende Diskussion über den Islam geführt. Wie sollte Ih-rer Ansicht nach das Verhältnis Deutschlands und Europas zur islamischen Welt aussehen?

Sander: Solange Washington und Brüssel noch irgendwie funktionieren, wird es keinen Spielraum für eigene Initiativen geben. Die sind erst möglich, wenn die Einbindungen fallen.

Wie dann der Islam aussehen wird, ist nicht vorauszusehen.

Er ist in offenen und verdeckten Religionskriegen verstrickt, welche die Part-nerauswahl begrenzen. Ein Bündnis mit Teheran ist in der Perspektive jetzt schon vorstellbar.

Aber ein Bündnis mit Istanbul, das wir brauchen, um die Millionen einge-wanderter Türken zurückzuleiten, hängt vom Ausgang der politischen Wir-ren ab, die ausgebrochen sind, weil der säkulare Staat

– der einzige, der sich bisher in der islamischen Welt bilden konnte – durch seine zu lange Parteinahme für Amerika und Israel im Vorderen und Mittle-ren Orient kompromittiert ist.

DS: Die Frage nach dem Verhältnis zum Islam zieht die Frage nach dem Ver-hältnis zu den USA nach sich. Wie sollte dieses aussehen?

Sander: Auch am Verhältnis zu den USA kann sich zur Zeit nichts ändern.

Es wäre aber zu empfehlen, der inneramerikanischen Kritik, die immer mehr um sich greift und von den Medien auf Sparflamme gehalten wird, breitesten Raum zu geben.

Allein, damit der Gedanke Platz greift, dass es auch noch andere, vernünftige Amerikaner gibt.

Wir fahren in die Hölle mit Pauken und Trompeten

Die Deutschen hatten 1945 einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Sie ver-pfändeten ihre Seele für den Wohlstand. Es klappte vorzüglich, weil die höl-lische Zauberey ihnen das Auerbachsche Verlies als eine freie Wildbahn vor-gaukelte.

„Der Teufel hilft den Seinen, Gott nicht“,  sagte einmal Vera Piroschkow.

Das ist aber nur der Fall bis an den Tag, an dem der Teufel seinen Preis ein-fordert; denn sein Trachten und sein Werk ist die Zerstörung. Nichts ande-res vollzieht sich vor unseren Augen.

Der hysterische Zulauf zu den Lichterketten ist Ausdruck eines hilflosen Ex-orzismus. Man fleht um den Beistand von Geistern, die tot sind.

Auch Lichtermeere können die tiefe Kluft nicht ausblenden, die den Grund-konsens zerrissen hat, auf dem der politische Überbau glaubte, sich für ewig etabliert zu haben.

„Endzeit“, zetert der Spiegel, „Gute Nacht, Kanzler“, flüstert der Stern.

Es spricht für den infernalischen Charakter dieser Abwärtsdrift, dass ihr etwas Zwangsläufiges anhaftete.

Es war zu keinem einzigen Zeitpunkt möglich, den Niedergang zu bremsen oder das Steuer herumzuwerfen.

Hans-Dietrich Sander, Staatsbriefe. 1/1993

„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.

Ich kann nicht mehr die Augen schließen, und meine heißen Tränen fließen.“ Heinrich Heine

“Mein leitender Artikel für das erste Heft des Jahrgangs 1993 hieß “Wir fah-ren in die Hölle mit Pauken und Trompeten.”

Wir alle haben diese Höllenfahrt inzwi-schen angetreten, …

Nichts sehen, nichts hören, nichts wissen wollen – diese Haltung der Drei Heiligen

Affen ist überwiegender deutscher Habi-tus geworden.

Und was ist in dieser Zeitschrift nicht alles beschrieben worden!

Bild: Die drei heiligen Affen

Der fehllaufende Vereinigungsprozeß, der statt zu einer politischen Stärkung Deutschlands zu führen, eine fortlaufende Zerstörung von Volk und Land be-trieb. …

Es wurden alle Drehungen an der totalitären Schraube seit 1990 exakt be-schrieben …

Ohne Echo sind … die vielen konstruktiven Vorschläge geblieben, welche die Staatsbriefe machten, um der Höllenfahrt in die Speichen zu greifen. Mit Hei-ligen Affen war das nicht zu machen.

Ich ahnte es schon, aber ich wollte es doch wenigstens versuchen.

Trost der Höllenfahrt

Dennoch ist nicht alles verloren. Im letzten Heft 1993 schrieb ich den leiten-den Artikel “Trost der Höllenfahrt”, in dem kehrreimartig der Satz wieder-kehrt:

“Es ist gut, wenn das (gemeint das jetzige Regime) zu Ende geht.”

Staatsbriefe, Heft 12/ 2001 – letztes Heft – letzte Seite “Brief an die Leser” von Dr. Sander. ) Es war         der letzte Text der letzten Ausgabe der Staatsbriefe

„Die unvermeidlichen Folgen werden Europa über Nivellie-rung und Fellachisierung chaotischen Zuständen

entgegentreiben – unter der beschleunigenden Peitsche wachsender Über-fremdung.

Ich scheue mich nicht, die europäische Union eine Spottgeburt von Dreck und Feuer zu nen-

nen. Dieser höllischen Elemente, die Faust dem Mephistopheles an den Kopf warf; gab es schon

genug im Augenblick der Zeugung. Die Bundes-republik Deutschland ist ohnehin nicht zu hal-

ten. Finden sich jene Kräfte, kann sie relativ un-beschädigt in eine neue politische Ordnung überführt werden.

Finden sie sich nicht, geht sie gemeinsam mit den anderen europäischen Län-dern, einschließlich der alten deutschen Feinde, unter.

Bild: Phönix

Es ist nicht sicher, ob es danach noch einen Phönix gibt, der sich aus der Asche erheben kann.

Sicher ist nur, wenn einer auffliegen sollte, wird es ein deutscher Phönix sein.“ Hans-Dietrich Sander

Hans Dietrich Sander – Nachruf

Was sagt die Prophetie?

Böhmische Flüchtlingsfrau

„Deutschland wird sich am ehesten aus den Kriegswirren erheben und einen neuen Kaiser im Kölner Dom krönen.“ Böhmische Flüchtlingsfrau

Böhmische Flüchtlingsfrau – Wolfgang Johannes Bekh „Am Vorabend der Finsternis“, erschienen 1988

Siener van Rensburg

Die ehemals deutschen Gebiete in Europa werden an Deutschland zurückge-geben. Deutschland wird das führende Land in Europa und der Welt. Siener van Rensburg

Andreas Rill

„Die deutschsprachigen Länder schließen sich an Deutschland an.“ Andreas Rill

Feldpostbriefe

Weiterführende Literatur:

ISBN-13: 978-3882890150

ASIN: B0000BMDI7

Vorheriger Artikel

In der Demokratie in Vergessenheit geraten: Respice post te, hominem te esse memento

Nächster Artikel

Freimaurer-Ziel seit 300 Jahren: Die Welt aus den Angeln zu heben; Teil 1