Galeria Karstadt Kaufhof: René Benko lehnt Mietkürzungen seiner Warenhäuser ab

 

Zeichen der Zeit: René Benko: Sein Sanierungsplan sieht Mieteinsparungen in Höhe von bis zu rund 60 Millionen Euro vor, manager-magazin. Sanierungsfall Galeria Karstadt Kaufhof wird teuer für Signa: Das marode Handelsgeschäft des René Benko, manager-magazin.

Das rasant gewachsene Reich des Selfmademans erfährt heftige Erschütterungen. Der Sanierungsfall Galeria Karstadt Kaufhof kostet allein eine Milliarde Euro. Auch die Immobiliensparte muss Einbußen hinnehmen. Was bleibt? Umsätze von Kaufhäusern in 20 Jahren um ein Drittel eingebrochen, mmnews.

 

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Es brennt lichterloh – Für den Kaufhaus-König Benko und seine Banken wird es eng und enger

Das Amtsgericht Essen hat für die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof und acht verbundene Unternehmen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet, faz. Galeria Karstadt Kaufhof fordert Milliardenverzicht von den Gläubigern, handelsblatt.

Wenn es den Investor Benko zerreißt fliegt auch Österreich in die Luft, so wie 1932 mit der Creditanstalt. „Die Menschen sind so einfältig und hängen so sehr vom Eindrucke des Augenblickes ab, dass einer, der sie täuschen will, stets jemanden findet, der sich täuschen läßt.“ Niccolò Machiavelli

 

Einschub Österreichische Creditanstalt

Wie sagte Napoleon Bonaparte: „Österreich ist immer im Hintertreffen – um eine Armee, um ein Jahr, um eine Idee.“  Im Frühjahr 1931 geriet nun die Österreichische Creditanstalt in Schwierigkeiten, wobei anzunehmen ist, daß dahinter die französische Regierung stand, die so den Plan einer deutsch-österreichischen Vereinigung über eine Zollunion torpedieren wollte. Das gesamte Bankenwesen im klein gewordenen Österreich war schon um die Mitte der 1920er Jahre durch Krisen und Streitigkeiten gekennzeichnet. Dabei hatten die unter der Leitung Rudolf Siegharts stehende Allgemeine Bodencreditanstalt und auch die staatliche Österreichische Postsparkasse mehrfach als Retter einspringen müssen. Im Juni 1926 übernahm die Creditanstalt im Tausch gegen Aktienanteile die Wiener Niederlassungen und die österreichischen Konzernunternehmen der Anglo-Austrian Bank.

Schon vor dem Börsenkrach in New York Ende Oktober 1929 wurde die bislang als Retter fungierende Bodencreditanstalt de facto insolvent, als deren zugehöriger Industriekonzern um die Steyr-Werke in Probleme geriet. Die Creditanstalt wurde daraufhin Anfang Oktober 1929 von der Bundesregierung Schober III unter Johann Schober zur Übernahme der Verpflichtungen der Bodencreditanstalt gezwungen. Die vom Börsenkrach ab 24. Oktober 1929 an der New Yorker Börse ausgelöste Weltwirtschaftskrise versetzte der Bankenbranche einen schweren Schlag. Die Creditanstalt wurde durch die schwerwiegende Krise im Bankensektor mehrfach belastet und selbst zum Sanierungsfall.

Am 8. Mai 1931 musste das ab 1929 unumstritten größte österreichische Kreditinstitut für 1930 einen Verlust von 140 Millionen Schilling ausweisen und erklärte am 11. Mai 1931 seine ZahlungsunfähigkeitDamit begann eine Bankenkrise, die auf ganz Mitteleuropa und auch auf die Realwirtschaft übergriff. Da die Creditanstalt den Großteil aller österreichischen Industriebetriebe betreute, war ihre Sanierung für die Regierung unter Bundeskanzler Otto Ender unbedingt notwendig (Systemrelevanz). Für die Rekonstruktion war eine neuerliche Auslandsanleihe notwendig. Zu diesem Zweck wurde das Erste Creditanstalt-Gesetz vom 14. Mai 1931 erlassen. Es enthielt eine Garantie für Auslandsgläubiger. Zudem wurden die Schulden aufgeteilt: 100 Millionen Schilling übernahm der Staat und je 30 Millionen das Bankhaus S. M. v. Rothschild als Großaktionär und die Oesterreichische Nationalbank

Die Sozialisten traten für eine Verstaatlichung der Bank ein, konnten sich aber nicht durchsetzen. Am 28. Mai 1931 erteilte der Nationalrat mit dem Zweiten Creditanstalt-Gesetz der Bundesregierung die Vollmacht zur Übernahme der Haftung für die Schulden der Creditanstalt. Der Abgang von 150 Millionen Schilling im Budget wurde durch Sparmaßnahmen bei Beamtengehältern, durch die Einführung der Besoldungssteuer und durch Erhöhungen der Kaffee- und Tabakzölle aufgebracht. Auch die Sozialdemokraten stimmten dieser Maßnahme zu. Die Rettung der Creditanstalt dürfte bis 1933 fast eine Milliarde Schilling gekostet haben.

1934 wurde die Creditanstalt von der nun autoritär regierenden Bundesregierung unter Engelbert Dollfuß mit dem Wiener Bankverein zur Österreichischen Creditanstalt – Wiener Bankverein fusioniert und übersiedelte in dessen Hauptgebäude am Schottentor. Auch die Niederösterreichische Escompte-Gesellschaft, d. h. ihre Mobilbank-Aktivitäten, wurde in die CA integriert. Damit war die Notverstaatlichung durch ein ansonsten keineswegs staatswirtschaftlich orientiertes Regime abgeschlossen.

Einschub Ende

 

Das wird das Zeichen zur Bankenkrise sein. Sobald die Banken um ihr eigenes Überleben kämpfen müssen, lassen sie ihren Liebling fallen: Galeria Karstadt Kaufhof. Warenhauskonzern will 62 seiner 172 Filialen schließen, focus. Schwere Zeiten für den Austro-Emporkömmling Benko. Zeichen des beginnenden Kollaps: Offenbar Hausdurchsuchung bei Rene Benkos Signa und Galeria Kaufhof erneut vor Kollaps. Bräuchte wieder Staatshilfen. Zum dritten Mal. Wohl nicht mehr zu retten, chip.

 

Mein Lieblingsindikator!

 

Was steckt dahinter? Bloomberg über Benkos Finanzen: Operative Verluste in 5 von 6 Jahren, krone. Gezielte Untersuchung von Signa-Krediten Rene Benko-Imperium: EZB drängt Banken zu Kredit-Abschreibungen. Rene Benko verkauft Bestände Europäische Immobilienaktien: Krise läuft weiter – „Vorreiter“ SBB. „Bankier, ein Mensch, der seinen Schirm verleiht, wenn die Sonne scheint, und ihn sofort zurückhaben will, wenn es zu regnen beginnt.“ Mark Twain

Benko geht das Geld aus, bald werden die Banken folgen, wie 1931 beim Ivar Kreuger: Kaut-Bullinger und Galeria. René Benko will zwei Münchner Immobilien wieder loswerden, sueddeutsche. Baustopp am Elbtower! Weil Karstadt-Milliardär Benko nicht zahlt?, bild. Indikator jetzt gegeben. Seine Pleite wird das Zeichen zur Bankenkrise sein: Nach Pleite des Signa-Imperiums. Rene Benko stellt Antrag auf Privatinsolvenz, finanzmarktwelt.

 

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Rene Benko-Imperium: EZB drängt Banken zu Kredit-Abschreibungen

Europäische Immobilienaktien: Krise läuft weiter – „Vorreiter“ SBB

 

März 2024: Info vom Betongold: Münchner Innenstadt: Immobilie vor kurzem noch für 128 Mio. erworben, jetzt für 48 Mio. angeboten. Wie bei uns in Europa. Die Ankündigung von Bankzusammenbrüchen in einem Teilreservesystem ist ein bisschen so, als würde man in einem überfüllten Theater „Feuer“ rufen: Powell: „Es wird Bankenausfälle geben“ durch Gewerbeimmobilienverluste, thehill.

 

Tiroler Rene Benko wird Kaufhaus-König

Rene Benko

 

„Es ist nicht nur Talent, sondern auch die Konsequenz, hart zu arbeiten, nicht aufzugeben.“ Sagte Rene Benko, der nun nach mehreren Fehlschlägen die deutsche Warenhaus-Allianz geschmiedet hat, diepresse. Mit kleinen Deals muss sich der österreichische Immobilieninvestor Rene Benko längst nicht mehr zufriedengeben; die hat er schließlich schon mit knapp zwanzig Jahren gemacht. Damals brach der 1977 in Innsbruck geborene Benko die Schule ab, um Dachböden auszubauen und dann als Wohnungen teuer zu verkaufen. Das Immobiliengeschäft faszinierte den ehrgeizigen Benko und ließ ihn nicht mehr los. „Ich könnte nicht aufhören“, sagte er einmal in einem Interview. „Bank: eine Einrichtung, die dir so lange Geld leihen wird, als du beweisen kannst, dass du keins brauchst.“ Mark Twain

“Die Tiroler sind schön, heiter, ehrlich, brav, und von unergründlicher Geistesbeschränktheit”

Heinrich Heine, Klassiker der Satire

Die Tiroler sind schön, heiter, ehrlich, brav, und von unergründlicher Geistesbeschränktheit. Sie sind eine gesunde Menschenrasse, vielleicht weil sie zu dumm sind, um krank sein zu können. Auch eine edle Rasse möchte ich sie nennen, weil sie sich in ihren Nahrungsmitteln sehr wählig und in ihren Gewöhnungen sehr reinlich zeigen; nur fehlt ihnen ganz und gar das Gefühl von der Würde der Persönlichkeit. Der Tiroler hat eine Sorte von lächelndem humoristischen Servilismus, der fast eine ironische Färbung trägt, aber doch grundehrlich gemeint ist.

„Viele versuchen perfekt zu sein, ich bin schon als Tiroler geboren“

Spruch

Die Frauenzimmer in Tirol begrüßen dich so zuvorkommend freundlich, die Männer drücken dir so derb die Hand, und gebärden sich dabei so putzig herzlich, daß du fast glauben solltest, sie behandelten dich wie einen nahen Verwandten, wenigstens wie ihresgleichen; aber weit gefehlt, sie verlieren dabei nie aus dem Gedächtnis, daß sie nur gemeine Leute sind, und daß du ein vornehmer Herr bist, der es gewiß gern sieht, wenn gemeine Leute ohne Blödigkeit sich zu ihm herauflassen.

Und darin haben sie einen naturrichtigen Instinkt; die starrsten Aristokraten sind froh, wenn sie Gelegenheit finden zur Herablassung, denn dadurch eben fühlen sie, wie hoch sie gestellt sind. Zu Hause üben die Tiroler diesen Servilismus gratis, in der Fremde suchen sie auch noch dadurch zu lukrieren. Weiterlesen

Osterlitscher Unternehmertum: René Benko… beantragt im März Staatshilfe für sein Unternehmen. … entlässt im Juni 7.500 Mitarbeiter. … zahlt sich 100 Mio. Dividende im Oktober aus. … hat im November genug Geld, um einen Wald um 30 Mio. Euro zu kaufen, kontrast. „Faschismus ist die Verschmelzung von Großkapital und Staat.“ Benito Mussolini

Den Einzelhandel machen sie kaputt: Bundesregierung will Galeria Karstadt Kaufhof mit Darlehen von 460 Millionen Euro stützen, handelsblatt. Über 300 Milliarden Schulden: Im österreichischen Staatshaushalt tut sich kein Loch auf, sondern ein riesiger Krater, d-w-n. Und auch Osterlitsch rettet Benko Signa Holding, moment.

 

Video1, René Benko: Der Kaufhauskönig, Wie ein Multimillionär Karstadt und Kaufhof versilberte, Video2, Der Geist des Faschismus von Benito Mussolini

 

Signa-Pleite zieht Kreise. Banken-Downgrade und Milliardenklage: Die Signa-Pleite sorgt nicht nur für offene Baugruben. Auch wird eine Bank abgestuft und eine Klage wird gegen René Benko eingereicht, finanzmarktwelt. „Es gehört zum Schwierigsten, was einem denkenden Menschen auferlegt werden kann, wissend unter Unwissenden den Ablauf  eines historischen Prozesses miterleben zu müssen, dessen unausweichlichen Ausgang er längst mit Deutlichkeit kennt (…)“ Carl  J. Burckhardt

 

„Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen“

Benjamin Franklin

 

Im Frühjahr 1931 besuchte der Schweizer Bankier Felix Somary das Finanzministerium in Berlin. Auf die Frage, wie lange die Weltwirtschaftskrise noch andauern werde, entgegnete er, dass erst drei Ereignisse eintreten müssten, damit der Wendepunkt der Krise erreicht werden kann:

das Bankwesen in Wien und Berlin müsste durch eine Krise saniert werden, das englische Pfund müsse sich vom Gold abkoppeln und der schwedische Zündholz-König Ivar Kreuger müsste in die Insolvenz gehen.

Im Frühjahr 1931 kollabierten die Banken und im Spätsommer wurde das englische Pfund abgewertet. Das dritte Ereignis lies zwar noch auf sich warten, aber Somary beharrte bei einem weiteren Besuch im Frühjahr 1932 in Berlin auf seiner damaligen Einschätzung und versicherte, dass der Kreuger-Konzern bald zusammenbrechen werde. Vier Wochen später erschoss sich Kreuger in Paris. Felix Somary, genannt der Rabe von Zürich, Es geschah in Deutschland

Wie ein einziger Mann die Währung seines Landes ruinieren konnte, blog.tagesanzeiger. Im schwedischen Beispiel war es Ivar Kreuger. Heute kennt ihn kaum einer mehr, aber in den späten 1920er-Jahren war er einer der bekanntesten Wirtschaftskapitäne der Welt. Die Aktien und Obligationen seiner Unternehmen befanden sich im Portfolio jedes größeren Investors, auch bei Schweizer Großunternehmen. 1929 war er auf dem Cover von «Time». …

 

Video, Benjamin Franklin, Eine Biografie, Seneca-Kurve

„Der Weg hinauf und hinab ist ein und derselbe“

Heraklit von Ephesos

Seine Erfolgsstory endete im Frühling 1932, als die Gläubiger immer skeptischer wurden, nahm sich Ivar Kreuger in Paris das Leben. Die «New York Times» titelte: «The match King is dead» Nach Corona-Krise: Frisches Geld für große Pläne, Benkos Börsegang, krone. Kein Haus, kein Auto: Von René Benkos Milliarden-Vermögen ist wohl nichts mehr übrig, hna.

„Es wäre ein gewisser Trost für die Schwäche unseres selbst und unserer Werke, wenn alle Dinge so langsam vergingen, wie sie entstehen; so wie es ist, wächst das Wachstum nur langsam, der Weg zum Ruin aber ist schnell.“ Lucius Annaeus Seneca

 


 

Was sagt die Astrologie?

Astrowolf

Das Wachstum ist tot. Teil: 4/4 Saturn Quadrat Uranus: Zyklus endet 2032, langer Atem gefragt.

 

Video

 

Was sagt die Prophetie?

Siener van Rensburg

„Finanzieller Zusammenbruch Europas, möglicherweise einhergehend mit einer Hungersnot.“ Siener van Rensburg

Alois Irlmaier

„Einheitsgeld haben sie. Zuerst gibt es noch viel Geld. Dann auf einmal haben die Banken keines mehr. Weltweit gibt es einen Mangel…“ Alois Irlmaier

 

Video, Special: Vorhersagen Alois Irlmaier mit Stephan Bernd Bestsellerautor

 

Maria S.

“Zuerst krachen die Banken. Dann kommt der Hunger. Dann kommt der Krieg.“ Maria S.

 

Weiterführende Literatur:

Wolfgang Joop Der Blaue Reiter: Journal für Philosophie, 20 Jahre Luxus des Denkens

Niccolò Machiavelli – Der Fürst

Manager magazin 7/2020 Rene Benkos Sanierungsfall

Heinrich Heine – Reisebilder: Vollständige Ausgabe

Heinrich Heine – Anton Adler in Klassiker der Satire: Reisebilder, Kapitel XI., aus Reisebilder, dritter Teil: Italien, Reise von München nach Genua, 1828

Karsten Heinz Schönbach – Faschismus und Kapitalismus. Bündnis zur Zerschlagung von Demokratie und Arbeiterbewegung: Eine Dokumentation aus geheimen Dokumenten der Hitler-Förderer aus Großindustrie und Hochfinanz

Kurt Meyer – Jacob Burckhardt: Ein Portrait

Felix Somary – vgl. Lutz Graf Schwerin von Krosigk: Es geschah in Deutschland. Menschbilder unseres Jahrhunderts

Frank Partnoy – Der Zündholzkönig: Ivar Kreuger, Finanzgenie und Wegbereiter eines Jahrhunderts von Wall-Street-Skandalen

Adrian Snyman – Worte eines Propheten: Der Seher van Rensburg

Stephan Berndt – Alois Irlmaier: Ein Mann sagt, was er sieht

Ruben Stein – Der dritte Weltkrieg kommt: Die Prophezeiungen der Maria S.

 

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