Vor 2000 Jahren – Erfüllte astrologische Prophezeiung

Gottkaiser Domitian wurde genau an dem Tag erstochen den ihm Astrologen vorhergesagt hatten.

So astrologieklassisch

Domitian erstellte die Horoskope möglicher Konkurrenten um die Macht. Wessen Radix ihm eine Bedrohung signalisierte, den ließ er umbringen.

Der Geschichtsschreiber Sueton berichtet uns:

„… er führte über die Geburtstage und -stunden der vornehmsten Männer ge-nauestens Buch, was den vorzeitigen Tod nicht weniger von ihnen zur Folge hatte,

die nie im Traum daran gedacht hatten, einmal an die Macht zu kommen.“

Ein Grauen bemächtigte sich Domitians. Er begann an allen Gliedern zu zit-tern.

In der Nacht vor seinem letzten Lebenstage sprang er schreckerfüllt von sei-nem Lager auf und weckte das halbe Gesinde mit seinem Gebrüll:

„Morgen wird sich der Mond im Wassermann mit Blut beflecken und eine Tat geschehen, von der die Menschen auf dem ganzen Erdkreis reden.“

Am nächsten Morgen, es war noch Nacht, wurde dem Kaiser ein weiterer As-trologe vorgeführt, Larginus Proculeus. Dieser bestätigte gleichfalls die elfte Stunde des angebrochenen Tages als Todeszeitpunkt.

Domitian fragte den Astrologen nach seiner Meinung für sein eigenes, das des Astrologen, Leben.

Dessen Antwort: „Mein Schicksal ist es nicht, durch Dich zu sterben. Du wirst mich nicht töten.“

Sofort befahl Domitian die Hinrichtung des Astrologen für den nächsten Tag, um vor ihm triumphieren zu können.

An Leib und Gliedern zitternd ließ sich Gottkaiser Domitian in ganz kurzen Abständen die Zeit ansagen.

Schließlich wurde ihm, um ihn in Sicherheit zu wiegen, mitgeteilt es sei die elfte Stunde vorüber. Erleichtert beschloss Domitian ein Bad zu nehmen.

Dort wurde er mit sieben Stößen niedergemacht. Seine eigene Gattin und Matrone, Domitia Longina, leitete die Verschwörer.

Schicksalhafte Geburt – Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen

„Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen, die Sonne stand zum Gruße der Planeten, bist also bald und fort und fort gediehen, nach dem Gesetz, wonach du angetreten.

So musst du sein, dir kannst du nicht entfliehen, so sagten schon Sibyllen, so Propheten;

und keine Zeit und keine Macht zerstückelt geprägte Form,      die lebend sich entwickelt.“ Johann Wolfgang von Goethe

Urworte, orphisch ΔΑΙΜΩΝ, Dämon

Bild: Andrea del Castagno Sibylle von Cumae, um 1450

„Frei ist der Anfang, und frei ist das Ende; was dazwischen liegt, ist notwen-dig.“ Wilhelm Busch

„Wenn keine Prophezeiung da ist, wird ein Volk zügellos.“

Buch der Sprüche 29,18

Weiterführende Literatur:

ISBN-13: 978-0140455168

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