Vor 2000 Jahren – Erfüllte astrologische Prophezeiung

Gottkaiser Domitian wurde genau an dem Tag erstochen den ihm Astrologen vorhergesagt hatten.

Domitian erstellte die Horoskope möglicher Konkurrenten um die Macht. Wessen Radix ihm eine Bedrohung signalisierte, den ließ er umbringen.

So books.google – Geschichte der Astrologie

Der Geschichtsschreiber Sueton berichtet uns:

„… er führte über die Geburtstage und -stunden der vor-nehmsten Männer genauestens Buch, was den vorzeiti-

gen Tod nicht weniger von ihnen zur Folge hatte, die nie im Traum daran gedacht hatten, einmal an die Macht zu

kommen.“ In seiner Jugend hatten ihm die Astrologen ei-nen frühen und gewaltsamen Tod vorhergesagt. Einer der

Astrologen war der Magier, Astrologe und Haruspex Lar-ginus Proculeus. Das genannte Datum war der 18. 9. 96 n. Christus.

Gaius Suetonius Tranquillus – deutsch meist Sueton; war ein römischer Schriftsteller und Verwaltungsbeamter.

Bild: Sueton – The Twelve Caesars

Ein Grauen bemächtigte sich Domitians. Er begann an allen Gliedern zu zit-tern.

In der Nacht vor seinem letzten Lebenstage sprang er schreckerfüllt von sei-nem Lager auf und weckte das halbe Gesinde mit seinem Gebrüll:

„Morgen wird sich der Mond im Wassermann mit Blut beflecken und eine Tat geschehen, von der die Menschen auf dem ganzen Erdkreis reden.“

Am nächsten Morgen, es war noch Nacht, wurde dem Kaiser ein weiterer Astrologe vorgeführt, Larginus Proculeus.

Dieser bestätigte gleichfalls die elfte Stunde des angebrochenen Tages als To-deszeitpunkt.

Domitian fragte den Astrologen nach seiner Meinung für sein eigenes, das des Astrologen, Leben.

Dessen Antwort: „Mein Schicksal ist es nicht, durch Dich     zu sterben. Du wirst mich nicht töten.“

Sofort befahl Domitian die Hinrichtung des Astrologen für den nächsten Tag, um vor ihm triumphieren zu können.

An Leib und Gliedern zitternd ließ sich Gottkaiser Domi-tian in ganz kurzen Abständen die Zeit ansagen.

Schließlich wurde ihm, um ihn in Sicherheit zu wiegen, mitgeteilt es sei die elfte Stunde vorüber. Erleichtert beschloss Domitian ein Bad zu nehmen.

Bild: Domitian  – Astrologisches Stundenbuch

Dort wurde er mit sieben Stößen niedergemacht. Seine eigene Gattin und Ma-trone, Domitia Longina, leitete die Verschwörer.

„Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen, die Sonne stand zum Gruße der Planeten,

 bist also bald und fort und fort gediehen, nach dem Gesetz, wonach du ange-treten. So musst du sein,

dir kannst du nicht entfliehen, so sagten schon Sibyllen, so Propheten; und keine Zeit und keine Macht zerstückelt ge-

prägte Form, die lebend sich entwickelt.“ Johann Wolfgang     von Goethe

Urworte, orphisch ΔΑΙΜΩΝ, Dämon – „Frei ist der Anfang,      und frei ist das Ende; was dazwischen liegt, ist notwendig.“ Wilhelm Busch

„Wenn keine Prophezeiung da ist, wird ein Volk zügellos.“ Buch der Sprüche 29,18

Eine Sibylle ist dem Mythos nach eine Prophetin, die im Gegensatz zu an-deren göttlich inspirierten Sehern ursprünglich unaufgefordert die Zu-

kunft weissagt.

Bild: Andrea del Castagno Sibylle von Cumae, um 1450

Was sagt die Astrologie?

„Die Ereignisse geschehen nicht sondern sie sind da und wir begegnen ihnen auf unserem Weg.“ James Hopwood Jeans

Weiterführende Literatur:

ISBN-13: 978-0140455168

ISBN-13: 978-3406547775

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